Außenwerber Ströer pocht auf die Werbe-Wirksamkeit seiner digitalen U- und S-Bahn-Medien, den sogenannten Infoscreens: Laut einer Studie aus dem eigenen Haus erreichen die Botschaften mehr als jeden vierten Bewohner einer Stadt, in der die Infosreens in den Bahnhöfen hängen - und damit rund 20,8 Mio Kontakte wöchentlich. Ein Spot auf dem Infoscreen erreiche pro Woche 2 Mio Zuschauer, bei 108 Einblendungen pro Tag geht Ströer von 10,13 Mio Kontakten pro Film aus.
Vor der TV-Werbung bräuchten sich die Infoscreens in punkto Werbedruck nicht verstecken, behauptet die Studie: Ein Spot komme auf einen GRP von 112, gemessen an der Grundgesamtheit der Studie (alle ab 14 Jahre, gut 9 Mio Personen). In der TV-Zielgruppe 14 bis 49 Jahre soll der Infoscreen-Spot auf 141 GRP kommen. Ströer rechnet mit 7,26 Mio Kontakten wöchentlich und einer Spot-Reichweite von 27,7%. Durchschnittliche TV-Spots kommen auf 80 bis 120 GRP in der werberelevanten Zielgruppe.
Infoscreen-Werbung treffe auf positive Resonanz und werde nachweislich wahrgenommen, sagt Ströer-Infoscreen-Chef Stefan Kuhlow. "Das gewinnt vor dem Hintergrund, dass die Bevölkerung immer mobiler wird und Werbung über ein klassisches Bewegt-Bild-Medium wie TV deshalb weniger Menschen erreicht, massiv an Bedeutung". Seine Bildschirme erreichen wöchentlich knapp ein Drittel der Personen in der werberelevanten Zielgruppe, so die Studie. Die höchste Reichweite wird in der Zielgruppe 14 bis 29 Jahre erzielt (38,9%).
Die Zuschauer seien besonders modebewusst (Affinitätsindex 124), oft auf Shopping-Tour (117), überdurchschnittlich reiselustig (114) und kulturell interessiert (115). Zudem hätten sie ein Faible für elektronische Geräte (113) und Computerspiele (123).
Auf den Infoscreens im Untergrund flimmert Werbung, aufgepeppt mit Unterhaltung und Nachrichten. "Die Studie macht erneut deutlich, dass das Konzept von Infoscreens - ein aktuelles Programm aus Redaktion und Werbung in einer Wartesituation an sorgfältig ausgewählten Standorten - hervorragend funktioniert", so Kuhlow.
Ströer rechnet fest mit einer zunehmenden Bedeutung digitaler Außenwerbeträger und will in entsprechende Produktinnovationen investieren - die Studie passt da gerade recht ins Bild. Jüngst spülte der Börsengang ein wenig Bares für das Vorhaben in die knappen Ströer-Kassen (kress.de vom 15. Juli 2010).
Ströer Infoscreen ist eine Tochter der Ströer Out-of-Home Media AG. Die Firma betreibt rund 250 Großbildschirme an S- und U-Bahnhöfen, Fernbahnhöfen und Flughäfen. In die Studie gingen die Standorte von 12 Städten ein. Die Grundgesamtheit liegt bei 9,05 Mio Menschen, 2.532 davon hat Ströer als Stichprobe telefonisch befragen lassen (CATI). Die Erhebung hat die Enigma GfK Medien- und Marketingforschung GmbH durchgeführt und analysiert.
Quelle: Kress









